25 Sep
1. Frauen Handballmannschaft
36:24 – Nord-Frauen feiern Kantersieg
Harrislee Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben auch das zweite Saisonspiel in der 3. Liga Nord gewonnen.
Mit 36:24 (15:14) feierte das Team von Trainer Herluf Linde nach
Anlaufproblemen in der Schlussphase noch einen Kantersieg gegen den TSV
Wattenbek, der 50 Minuten lang gezeigt hatte, dass er eine Bereicherung
für die Liga ist. „Wattenbek hat uns alles abverlangt, der Sieg ist viel
zu hoch ausgefallen", zollte Linde dem Gegner Respekt.
Nach einem 5:3 für die Nordfrauen (8.) hatte der Aufsteiger das Kommando
übernommen. Mit fünf Toren in Folge setzten sich die Gäste nach einer
Viertelstunde auf 5:8 ab. Linde nahm eine Auszeit. Danach arbeitete sich
seine Mannschaft ins Spiel und gab der Partie nach dem 9:11 (20.) eine
erste Wende. Die Deckung bekam nun die zuvor fünffache Torschützin
Janina Harms besser in den Griff. Und in der eigenen Offensive wurde der
Druck erhöht. Svea Lundelius fand im Angriff gute Lösungen und
Anspielstationen. Nach dem 12:11 durch Milena Natusch legten die
Harrisleerinnen immer wieder eine Führung vor und konnten diese beim
15:14 bis zur Pause behaupten.
In Halbzeit zwei wurde die Deckung der Gastgeberinnen immer stärker. Die
Übergänge im Aufbauspiel des Aufsteigers wurden unterbunden, Wattenbek
fand kaum noch Lücken für einen erfolgreichen Torabschluss. Ein
Doppelschlag durch Merle Carstensen, ein Tor von Rechtsaußen Carolin
Hauschild sowie ein verwandelter Siebenmeter von Catharina Volquardsen
brachten die Nordfrauen beim 19:15 erstmals mit vier Treffern nach vorne
(38.).
Doch Wattenbek ließ sich nicht abschütteln und kämpfte mit Leidenschaft
in der Defensive. Doch eine Auszeit der Gäste beim Stand von 25:21 (48.)
ging nach hinten los. Wattenbek agierte fortan mit einer siebenten
Feldspielerin, doch beim TSV Nord wurde die eingewechselte Torhüterin
Johanna Tüx zum entscheidenden Faktor. Jede Parade von Tüx und
Balleroberung in der Deckung wurde mit schnellen Angriffen über die
erste und zweite Welle genutzt. Zudem traf Volquardsen zwei Mal ins
verwaiste Wattenbeker Tor. Beim 30:22 (55.) war die Partie entschieden.
Nach dem 32:24 nutzten die Nordfrauen die letzten beiden Minuten zu
einem Schaulaufen und mit vier weiteren Toren zum klaren 36:24-Endstand.
„Der TSV Nord war einfach besser. Aber wir haben uns gut verkauft",
hatte Wattenbeks Trainer Andreas Juhra Lob für beide Teams übrig. „Wir
wussten, dass die Wattenbeker Spielerinnen schnell sind. Wir haben in
der ersten Halbzeit die Kreuzbewegungen nicht unterbinden können, später
aber wirksame Umstellungen und Wechsel getroffen", freute sich Linde
über die Leistungssteigerung seines Teams. jösTSV Nord
Harrislee: Tüx, Tiedemann – Fischer (2), Natusch (1), Lundelius (2),
Woch (2), Fries (3), Carstensen (11), Hauschild (3), Lauf, Clausen (2),
Jensen (2), Jakusch (2), Vollquardsen (6/2). TSV Wattenbek: Pahlisch,
Kaube – Judycka (2), Potratz (5/4), Stegmann, Zittlau, Harms (6), Krolak
(1), Zellmer (3), Lietzau, Kühn, Bech (2), Bahde (2), Pauli (3).
Schiedsrichter: Hamerich/Surrow (Hamburg). Zeitstrafen: 3:4. –
Siebenmeter: 4:5. – Zuschauer: 220.
Bild: Gegenstoß: Mia Sophie Clausen (r.) trifft für den TSV Nord.Dewanger